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LBF | Landesverband Bayerischer Fahrlehrer

Umweltschonendes Fahren

Umweltpackt Bayern

Es hat sich bei Kraftfahrern mittlerweile schon herumgesprochen, dass der Verzicht auf das Auto und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel enorm schonen kann. Letzteres ist gerade jetzt bei den steigenden Kraftstoffpreisen von zunehmender Akualität. Es ist noch viel zu wenig bekannt, dass der Fahrer durch seine Fahrweise viel Energie einsparen kann. Das Wissen über eine entsprechende umweltschonende und energiesparende Fahrweise kann zwar theoretisch gelehrt oder auch angelesen werden, damit es aber zur Anwendung kommt, muss es auch praktisch geübt werden. Nur durch die ganz konkrete praktische Erfahrung werden Fahrer überzeugt und Zweifel ausgeräumt. Denn umweltschonend und energiesparend fahren heißt nicht, langsam fahren!

In verschiedenen Seminaren haben Kraftfahrer die Gelegenheit, sowohl das theoretische Know-how als auch die fahrpraktische Kompetenz zu erwerben.

Ein illustriertes PDF zum Thema umweltschonendes Fahren finden Sie hier...

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Die Grundregeln für umweltschonende Fahrtechniken sind bei den unterschiedlichen Anbietern nahezu identisch:

Bei niedrigen Drehzahlen schalten und fahren.
Bei den modernen Motoren kann ohne Probleme bereits kurz nach dem Anfahren auf den 2. Gang, bei etwa 30 km/h auf den 3. Gang, bei etwa 40 km/h auf den 4. Gang geschalten werden. Bei vielen Fahrzeugen ist schon bei 50 km/h der 5. Gang möglich. Zwischen 2.000 und 3.000 U/min. sollte der Gangwechsel in der Regel spätestens erfolgen. Das gilt natürlich dann nicht, wenn Beschleunigungsvorgänge zügig erfolgen müssen, wie beim Einfahren in die Autobahn, beim Überholen oder auch beim Befahren einer Steigungsstrecke.

Schwung und Bewegungsenergie nutzen.
Wenn von weitem eine rote Ampel zu erkennen ist, macht es keinen Sinn, unnötig lange mit dem Fuß auf dem Gaspedal weiterzufahren. Vielmehr kann ohne jegliche Behinderung nachfolgender Verkehrsteilnehmer das Fahrzeug rollen. Hierzu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Entweder unter Ausnutzung der Schubabschaltung, dann verbraucht der Motor keinen Kraftstoff, allerdings ist die Rollphase kürzer. Bei größerer Entfernung zur Ampel ist es sinnvoller, das Fahrzeug im Leerlauf oder mit getretener Kupplung Hausgekuppelt) rollen zu lassen, da dann die Bremswirkung des Motors entfällt. Der Kraftstoffverbrauch im Leerlauf ist äußerst gering. Rollen lassen macht z. B. auch Sinn, wenn auf ein "Vorfahrt gewähren!" oder eine Abbiegestelle zugefahren wird.

Gelassen und vorausschauend fahren.
Vorausschauendes Fahren hängt direkt mit der Schwungnutzung zusammen und ist eine unabdingbare Voraussetzung dafür. Das gilt auch für Gelassenheit und Ruhe beim Fahren. Umgekehrt fördert die Anwendung umweltschonender Fahrtechniken den ruhigen und gelassenen Umgang mit den Herausforderungen des Straßenverkehrs.

Handlungsspielraum erweitern.
Zu viele Fahrer lassen sich von anderen - meist den vorausfahrenden - Fahrzeugführern ihren eigenen Fahrstil diktieren. Es wird dicht aufgefahren und immer dann gebremst, wenn auch der Vorausfahrende seine Geschwindigkeit reduziert. Nur wer ausreichend Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen einhält, muss nicht gleich dann auf die Bremse gehen, wenn er die Bremsleuchten des Vordermanns auch nur kurz aufleuchten sieht.

Erfahrungsgemäß dauern Wartephasen an einem Bahnübergang oder einer Baustellenampel lange. Wer hier den Motor abstellt, spart nicht nur Kraftstoff ein, sondern vermeidet auch unnötigen Lärm.

Weitere Tipps gehören zwar nicht zu den eigentlichen umweltschonenden Fahrtechniken, sie sind aber Voraussetzung dafür, dass deren Vorteile wirklich effektiv zum Tragen kommen.

Reifenluftdruck regelmäßig kontrollieren.
Zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Rollwiderstand des Fahrzeugs enorm und führt deshalb zu erhöhtem Verbrauch. Wer die Angaben des Herstellers beachtet und sich an den in der Betriebsanleitung angegeben Werten orientiert, liegt richtig.

Ballast und ungenutzte Gepäckträger entfernen. Unnötiges Gewicht im Fahrzeug muss zusätzlich in Bewegung gebracht und gehalten werden. Anbauten am Fahrzeug (Dachgepäckträger, Fahrradhalteeinrichtungen usw.) erhöhen den Luftwiderstand erheblich. Beides kostet mehr Kraftstoff.

Umweltschonendes Fahren und Fahrschulausbildung
Seit gut einem Jahrzehnt bilden Fahrschulen ihre Fahrschüler in der Anwendung umweltschonender Fahrtechniken aus. Auch in der Fahrerlaubnisprüfung muss der Bewerber nachweisen, dass er die oben genannten Grundsätze praktizieren kann.

Eltern sollten sich deshalb ausreichend über umweltschonendes Fahrverhalten informieren und ihre Kinder nach Erwerb des Führerscheins in der Praktizierung des modernen Fahrens unterstützen und bestärken. Das ist besonders dann wichtig, wenn sie die Begleitung ihrer Söhne und Töchter übernehmen.